Seit November greift die vom Iran unterstützte schiitische Huthi-Miliz als Reaktion auf den Gaza-Krieg mit Drohnen- und Raketen internationale Handelsschiffe im Roten Meer an. Ziele sind dabei Frachter aus westlichen Staaten, denen die Huthi-Miliz Israelnähe vorwirft. In Folge dessen schwenken viele Schiffe auf die längere Route um Afrika und das Kap der Guten Hoffnung um, was zu höheren Kosten und Lieferverzögerungen führt.

Die USA bildeten angesichts der Angriffe im Roten Meer eine Militärkoalition zum Schutz der Seefahrt in der Region. Der Initiative mit dem Namen "Operation Prosperity Guardian" gehören neben den USA auch Bahrain, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, die Niederlande, Norwegen, die Seychellen und Spanien an, die gemeinsame Patrouillen im südlichen Roten Meer und im Golf von Aden durchführen. Die Europäische Union hat sich mittlerweile ebenfalls für eine eigene Marinemission zur Sicherung der Schifffahrt im Roten Meer ausgesprochen. Wie genau eine EU-Mission zur Sicherung des Schiffsverkehrs aussehen soll, ist derzeit jedoch noch unklar.

Welche Bedeutung hat das Rote Meer für die internationale Schifffahrt, vor allem für die europäischen Handelswege? Ist Europa gut aufgestellt und politisch willens, die Freiheit der Handelswege zu verteidigen? Welche Rolle kann Deutschland in diesem Kontext übernehmen? Welche Ziele verfolgen die Huthi und andere regionale Akteure? Über diese und andere Fragen möchten wir in unserem Webtalk mit Johannes Peters, Leiter der Abteilung für Maritime Strategie & Sicherheit am Institut für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel , sowie Dr. Konstantinos Tsetsos, Head of Foresight am Metis Institut für Strategie und Vorausschau (UniBW München), sprechen.

Gast
Johannes Peters
leitet die Abteilung für Maritime Strategie & Sicherheit des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel (ISPK). Sein persönlicher Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich „Undersea Warfare“. Er ist Mitherausgeber des Sammelbandes „From the North Atlantic to the South China Sea. Allied Maritime Strategy in the 21st Century“.

Gast
Dr. Konstantinos Tsetsos
ist Head of Foresight beim Metis Institut für Strategie und Vorausschau, angesiedelt an der UniBW München, und berät das Bundesministerium der Verteidigung zu strategisch relevanten Fragen der aktuellen und zukünftigen internationalen Politik. An der Universität der Bundeswehr München forscht Dr. Tsetsos unter anderem zu Fragen der internationalen Politik, insbesondere internationaler Sicherheit.

Welthandel unter Beschuss

Zur aktuellen Lage im Roten Meer


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

01.02.2024 | 19:00 - 20:00

Veranstalter

Länderbüro Hessen/Rheinland-Pfalz

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