Seit der Gründung der Europäischen Union gesellten sich zu den Gründungsmitgliedern Frankreich, Deutschland, Italien und den Benelux-Staaten auch andere Staaten Europas, sodass die Staatengemeinschaft mittlerweile auf 27 Mitglieder angewachsen ist. Auch weiterhin ist ein Beitritt zur Europäischen Union eine für viele offizielle Beitrittskandidaten und Bewerberländer attraktive Option. So warten unter anderem die Länder des Westbalkans, teilweise schon seit Jahren, auf einen Beitritt.
In Ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union im September 2023 hat Kommissionpräsidentin von der Leyen sich nun für eine Erweiterung der EU starkgemacht. Sie glaube, dass Europa auch mit mehr als 30 Staaten funktioniere. Zuletzt schien es allerdings so, dass die EU derzeit an der Grenze ihrer Handlungsfähigkeit angelangt ist, da vor allem einzelne Mitglieder wegen ihrer Vetomacht die Union fast nach Belieben blockieren können.
Wie erweiterungsfähig ist die Europäischen Union aktuell? Welche Reformen innerhalb der Europäischen Union müssten umgesetzt werden, bevor weitere Mitglieder aufgenommen werden könnten? Welche Beitrittskandidaten haben in nächster Zeit eine realistische Chance auf einen Beitritt? Über diese und andere Fragen möchten wir in unserem Webtalk mit Dr. Thu Nguyen, stellvertretende Direktorin des Jacques Delors Centre, sowie dem Politologen Prof. Dr. Eckart Stratenschulte sprechen.

Gäste

Dr. Thu Nguyen
ist stellvertretende Direktorin des Jacques Delors Centre. Sie verantwortet die Think Tank-Arbeit des Centres im Bereich institutionelle Fragen der EU. In ihrer eigenen Arbeit konzentriert sie sich auf institutionelle Reformen der EU, Rechtsstaatlichkeit und institutionelle Aspekte der europäischen Wirtschaftspolitik. Zuvor war sie Assistenzprofessorin für europäisches Verfassungsrecht an der Universität Maastricht. Im Januar 2023 wurde sie von der deutschen Regierung in die deutsch-französische Expert:innengruppe für institutionelle Reformen der EU berufen.

Prof. Dr. phil. Eckart D. Stratenschulte
studierte Soziologie, Politologie, Germanistik und Pädagogik in Marburg, wo er auch promovierte. Von 1978 bis 1989 war er am Institut für intereuropäische Studien in Berlin als Dozent und seit 1982 als dessen Leiter tätig, bevor er als Referatsleiter in die Senatskanzlei wechselte. Von 1993 bis 2017 war er Leiter der Europäischen Akademie Berlin. Die FU Berlin bestellte ihn 2005 zum Honorarprofessor. In den Jahren 2018 und 2019 war er der Geschäftsführende Vorstand der Deutschen Nationalstiftung. 2019 und 2020 koordinierte er im Auftrag des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge das Jugendbildungsprojekt „Peace Line“. Er hat zahlreiche Artikel und mehrere Bücher zu europäischen Themen vorgelegt und ist Ehrendoktor der Taras-Schewtschenko-Universität Kyiv.

Vision EU-30 Plus

Wie erweiterungsfähig ist die Europäische Union?


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

27.03.2024 | 19:00 - 20:15

Veranstalter

Länderbüro Hessen/Rheinland-Pfalz


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