Seit dem 7. Oktober 2023 erleben jüdische Gemeinden weltweit eine neue Welle von Hass. Antisemitismus war und ist in fast allen Epochen und Gesellschaften präsent. Nach den Terrorangriffen der Hamas und mit dem Krieg im Gaza-Streifen erfahren etwa ein Drittel der jüdischen Gemeinden in Deutschland massive antisemitische Angriffe. Das meint Übergriffe, Schmierereien und Beleidigungen, Drohanrufe und Hassmails - ob islamistisch, rechtsextrem oder auch linksradikal motiviert.

Was sind die Ursachen dafür? Was verbindet Antisemiten egal welcher Couleur in ihrem Hass auf Juden und Jüdinnen? Der Judenhass, so analysiert der Historiker Sebastian Voigt, in seinem neuesten Buch, ist alt, aber auch weiterhin groß und stark. Nicht selten geht er von der sogen. Mitte der Gesellschaft aus. Dieser Judenhass beginnt vor 2.500 Jahren. So zieht sich eine Spur vom christlichen Antijudaismus und dem Ausschluss der Juden im Mittelalter bis hin zum bürgerlichen Antisemitismus im 18. und 19. Jahrhundert. Der Judenhass kulminiert ideologisch in der Wannseekonferenz und dem Konzept der ‚totalen Vernichtung‘, wird dann zur mörderischen Tat in Auschwitz.
Und heute fast 8 Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des Nazi-Faschismus?

Sebastian Voigt liefert mit seinem Buch ‚Der Judenhass‘ eine prägnante und präzise Gesamtdarstellung des Antisemitismus auf der Basis neuester Forschungsergebnisse. Gila Baumöhl arbeitete lange Jahre beim Zentralrat der Juden und ist seit ihrer Jugend ehrenamtlich tätig in der jüdischen Community, publiziert zudem regelmäßig in der ‚Jüdischen Allgemeinen‘.

Gast
Gila Baumöhl
geb. 1988 in Jerusalem, seit ihrer Kindheit in Deutschland. Sie studierte Friedens- und Konfliktforschung, Intern. Beziehungen, Politikwissenschaft und Soziologie in München, Frankfurt, Darmstadt und Nikosia. Von 2015 bis 2022 war sie als Persönliche Referentin für den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland tätig. Sie engagiert sich für gesellschaftliche Vielfalt und Anti-Diskriminierung, setzt sich ein gegen Antisemitismus und für den Staat Israel.

Gast
Sebastian Voigt
ist Historiker und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München, zudem Fellow am Institut für Soziale Bewegungen in Bochum. Er unterrichtet außerdem als Lehrbeauftragter an der Universität in München und an der Ruhr-Universität in München. Regelmäßig schreibt Sebastian Voigt u.a. für die taz, den Tagesspiegel und die Jerusalem Post.

Gast
Meinhard Schmidt-Degenhard
studierte Philosophie, Theologie und Soziologie. Er arbeitete 30 Jahre für den Hess. Rundfunk/ARD in Frankfurt am Main als Chef der TV Redaktion ‚Gesellschaft, Politik, Religion‘, moderierte die TV-Sendungen ‚horizionte‘ und ’Sonntagsgespräch’. Heute ist er freiberuflich tätig als Moderator, Coach und Interviewtrainer.

Der Judenhass

Eine Geschichte ohne Ende?


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

19.02.2024 | 18:00 - 19:15

Veranstalter

Landesbüro Nordrhein-Westfalen

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