Venezuela nach Maduro
Am 03. Januar dieses Jahres startete die US-Regierung unter Präsident Donald Trump einen groß angelegten Militäreinsatz in Venezuela. Laut offiziellen US-Angaben wurde Regimeinhaber Nicolás Maduro gemeinsam mit seiner Frau Cilia Flores in Caracas festgenommen und anschließend nach New York gebracht, wo er sich wegen Drogen- und Waffenvergehen vor einem Bundesgericht verantworten soll. Trump hatte wiederholt mit einem militärischen Eingreifen in Venezuela gedroht und der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. So hatten die US-Streitkräfte vor der Küste Venezuelas u.a. zahlreiche Kriegsschiffe zusammengezogen. Das venezolanische Regime beschuldigte die Vereinigten Staaten hingegen, militärische Angriffe auf zivile wie auch militärische Einrichtungen durchgeführt zu haben.
US-Präsident Donald Trump erklärte nach der militärischen Operation „Absolute Resolve“, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend „führen“, bis ein „sicherer Übergang“ erreicht sei. Ein rechtlicher Rahmen, ein Zeitplan oder ein klares Modell für die Übergangsphase wurden jedoch bislang nicht vorgelegt.
Welche Ziele verfolgt US-Präsident Trump mit dem Einsatz in Venezuela? Wie sieht die Weltgemeinschaft diese Ereignisse? Welche Auswirkungen hat das Ende von Maduro auf Venezuela und welche Rolle kann die politische Opposition mit der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado zukünftig einnehmen? Was bedeutet dies für die machtpolitische Architektur in der Region? Gemeinsam mit unseren Expertinnen und Experten sprechen wir über diese und weitere Fragen sowie mögliche Szenarien für die zukünftige Entwicklung Venezuelas.
Gäste
Martin Biesel
ist Leiter des Regionalbüros Nordamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Er arbeitete viele Jahre für und mit Guido Westerwelle, als Büroleiter und als Staatssekretär im Auswärtigen Amt.
Prof. Dr. Thomas Jäger
ist seit 1999 Professor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln. Er ist Herausgeber der Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik, der Schriftenreihe Globale Gesellschaft und internationale Beziehungen und gefragter Politik-Experte im Radio und TV.
Diana Luna
ist Referentin für Lateinamerika in der Geschäftsstelle der Friedrich-Naumann-Stiftung in Potsdam. Sie hat Internationale Beziehungen und Internationale Politische Ökonomie an der TU Dresden, sowie am ITAM in Mexiko-Stadt studiert. Besonders der Kampf gegen autoritäre Regime in Venezuela, Kuba und Nicaragua ist ihr ein zentrales Anliegen.
Venezuela nach Maduro
Militäreinsatz, Machtinteressen und Perspektiven - Im Gespräch mit Diana Luna, Prof. Thomas Jäger und Martin Biesel
Veranstaltungsart
Webtalk
Zeit08.01.2026 | 19:00 - 20:15
VeranstalterLänderbüro Hessen/Rheinland-Pfalz
Jetzt anmelden
Als nächstes