Die Nürnberger Sicherheitstagung ist eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen BundeswehrVerbands, der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft e.V., der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., der Clausewitz-Gesellschaft e.V., des Reservistenverbands Landesgruppe Bayern, des Verlags Nürnberger Presse, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.

Als Russland am 24. Februar 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Generalangriff auf das gesamte Land ausweitete, war das historisch und geopolitisch eine Zäsur. In Deutschland rief Bundeskanzler Olaf Scholz die Zeitenwende aus. Mit welchen fundamentalen Veränderungen und neuen Herausforderungen die Länder Europas nur wenige Jahre später konfrontiert sein sollten, war damals kaum abzusehen. Russlands hybrider Krieg gegen Europa wurde intensiviert, die reale Bedrohung durch die imperialistischen Ambitionen Putins immer greifbarer. Zugleich macht Donald Trump aus seinen Sympathien für den Herrscher im Kreml keinen Hehl, die USA fahren ihre Hilfen für die Ukraine zurück und lockern Sanktionen gegen Russland. Die neue US-Sicherheitsstrategie definiert die Länder Europas nicht mehr als Partner, sondern bestenfalls als Konkurrenten, Trumps Ambitionen auf Grönland erschütterten das transatlantische Verhältnis nachhaltig. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Schläge gegen seine Nachbarn sowie die Sperrung der Straße von Hormus destabilisieren nicht nur die Region, sondern haben Auswirkungen auf den Ölpreis und den Welthandel – mit weitreichenden und noch nicht zur Gänze absehbaren Konsequenzen. In China macht man sich zwar Sorgen um die Schifffahrtswege, verhält sich aber zurückhaltend und sucht im Windschatten der großen Krisen die eigenen Vorteile.

Der Abschied von der regelbasierten Weltordnung scheint vollzogen, der Weg zur Multipolarität unausweichlich. Können Deutschland, Europa und weitere Mittelmächte diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen? Welche geopolitische Rolle müssen sie angesichts der tiefgreifenden Veränderungen einnehmen, um ihre Sicherheit sowie gemeinsame Interessen und Werte zu wahren? Auf der diesjährigen Nürnberger Sicherheitstagung werden Experten aus Wissenschaft und Politik, Diplomatie und der Bundeswehr diese Fragen diskutieren und aktuelle Brennpunkte der Weltpolitik beleuchten.

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Gäste

Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann MdEP
ist Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament und Mitglied des Vorstands der liberalen Renew-Fraktion. Sie studierte Publizistik, Politik und Germanistik an der LMU München und wurde dort zur Dr. phil. promoviert. Von 2008 bis 2014 war sie Erste Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Düsseldorf. Von 2017 bis 2024 war sie Abgeordnete des Deutschen Bundestags, von 2017 bis 2021 kommunal- und verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, von 2021 bis 2024 Vorsitzende des Verteidigungsausschusses und Mitglied im Vorstand der FDP-Bundestagsfraktion.

General a. D. Eberhard Zorn
war von April 2018 bis März 2023 Generalinspekteur der Bundeswehr. In dieser Funktion verantwortete er die strategische Ausrichtung und Einsatzbereitschaft der deutschen Streitkräfte in einer Phase wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen. Zorn trat 1978 in die Bundeswehr ein und wurde als Artillerieoffizier ausgebildet. Er studierte Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr und absolvierte den Generalstabslehrgang in Hamburg sowie in Paris. Im Verlauf seiner militärischen Karriere bekleidete er zahlreiche Führungs- und Stabsverwendungen, darunter als Kommandeur der Luftlandebrigade 26 und der Division Schnelle Kräfte sowie in leitenden Funktionen im Bundesministerium der Verteidigung. Auslandseinsätze führten ihn unter anderem nach Bosnien und Herzegowina.

Nico Lange
ist Senior Fellow bei der Münchner Sicherheitskonferenz sowie Senior Fellow Transatlantic Defense and Security beim Center for European Policy Analysis (CEPA) in Washington D.C. und Senior Advisor bei GLOBSEC. Lange hat Lehraufträge am Lehrstuhl für Militärgeschichte der Universität Potsdam und an der Hertie School of Governance in Berlin. Er leitete unter anderem den Leitungsstab im Bundesministerium der Verteidigung (2019-2022), das Auslandsbüro USA der Konrad-Adenauer-Stiftung in Washington D.C. (2017-2018) und das Auslandsbüro Ukraine der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kyjiw (2006-2012). Lange hat einen Magister in Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Informatik. Von 1993-2000 diente er als Zeitsoldat der Bundeswehr.

Nürnberger Sicherheitstagung 2026 - Teil 1

Weltordnung im Stresstest: Umbruch in der Geopolitik! Neue (Un-)Sicherheit?


Veranstaltungsart

Livestream

Zeit

24.04.2026 | 18:00 - 20:30

Veranstalter

Landesbüro Bayern


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