Der militärische Konflikt zwischen den USA unter Präsident Donald Trump und dem Iran entwickelt sich zunehmend zu einer ernsthaften Belastungsprobe für die NATO. Was zunächst als regional begrenzte Eskalation erschien, hat inzwischen weitreichende geopolitische Folgen – insbesondere für das transatlantische Bündnis.
Im Zentrum der Spannungen steht die unterschiedliche Bewertung des Konflikts. Während die USA den militärischen Schlag gegen den Iran als notwendigen Schritt zur Sicherung ihrer Interessen und zur Eindämmung iranischer Macht darstellen, verweigern viele europäische NATO-Partner eine aktive militärische Unterstützung. Ein zentraler Streitpunkt dabei ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl weltweit. Die USA fordern von ihren Partnern Unterstützung bei der Sicherung dieser Meerenge, doch viele NATO-Staaten lehnen dies ab, da sie eine weitere Eskalation fürchten und stattdessen auf diplomatische Lösungen setzen.
Zurückhaltung hat in Washington für scharfe Kritik gesorgt. Präsident Trump warf den europäischen Verbündeten mangelnde Solidarität vor und bezeichnete die NATO teilweise sogar als „Papiertiger“. Gleichzeitig brachte er erneut offen einen möglichen Austritt der USA aus dem Bündnis ins Spiel – ein Schritt, der das Fundament der transatlantischen Sicherheitsarchitektur erschüttern würde.
Welche Ziele verfolgen die USA unter Donald Trump tatsächlich: Sicherheit, Machtpolitik oder innenpolitische Interessen? Wie realistisch ist ein Regimewechsel im Iran aktuell überhaupt? Sollte die NATO die USA in solchen Konflikten automatisch unterstützen – warum oder warum nicht? Welche langfristigen Folgen könnte der Konflikt für den Zusammenhalt der NATO haben? Wie glaubwürdig bleibt die NATO als Verteidigungsbündnis, wenn sie sich in solchen Konflikten uneinig zeigt?
Gemeinsam mit Klemens H. Fischer, Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität zu Köln, wollen wir diese und weitere Fragen mit Blick auf die aktuelle Lage im Iran diskutieren.

Gast

Prof. Dr. Klemens H. Fischer
ist Professor für Internationale Beziehungen und Geopolitik an der Universität zu Köln. Von 1993 bis 2022 war er Angehöriger der österreichischen EU-Botschaft in Brüssel, zuletzt im Rang eines Gesandten und Abteilungsleiters. Er studierte Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre an der Johannes-Kepler-Universität Linz. Er ist Mitglied am International Institute for Strategic Studies in London sowie Board Member und Senior Fellow am Austrian Institute for European and Security Policy in Wien.

Trumps Angriff auf den Iran -Ein weiterer Stresstest für die NATO

Im Gespräch mit Prof. Klemens H. Fischer


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

21.04.2026 | 20:00 - 21:15

Veranstalter

Länderbüro Hessen/Rheinland-Pfalz


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