Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen der Universität Regensburg, des ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.

Die Münchner Sicherheitskonferenz hat erneut die Welt nach Deutschland gebracht. Das transatlantische Verhältnis und die Rede von US-Außenminister Marco Rubio waren dieses Jahr die dominanten Gesprächsthemen. Dabei gibt es unterschiedliche Lesarten: Soll sich Europa unabhängig von den USA machen, weil es kaum mehr gemeinsame Zielvorstellungen und Vertrauen in die Bündnisverlässlichkeit gibt? Oder existiert ein Kern gemeinsamer Interessen und die primäre Aufgabe liegt in der Ertüchtigung Europas für eine ausgewogenere Lastenteilung? Auch die Zukunft der nuklearen Abschreckung, der weitere Umgang mit Russland und mit Russlands Krieg in der Ukraine sowie übergeordnete weltpolitische Umbrüche waren wichtige Themen. Was bleibt nach einem Wochenende intensiver Debatten? Und was folgt nun für Deutschland und Europa? In diesem Fokus Sicherheitspolitik teilt Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl, Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), seine Konferenzeindrücke und bespricht mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl, wie Deutschland vom Reden ins Handeln kommt.

Die Reihe Fokus Sicherheitspolitik nimmt jeden Monat aktuelle internationale Konflikte in den Blick und erörtert ihre Bedeutung für Deutschland und Europa. Militärstrategische Fragen wurden hierzulande lange Zeit öffentlich kaum diskutiert, erst im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich das geändert. Dabei beobachten die Länder der NATO, der EU und die übrigen Staaten Europas aufmerksam, wie sich Berlin positioniert. Fast alle wünschen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik. Gerade jetzt, während der größten globalen Herausforderungen der vergangenen drei Jahrzehnte, bedarf es einer klaren sicherheitspolitischen Vision des bevölkerungsreichsten und ökonomisch stärksten EU-Mitglieds. Unsere Gastgeber sind Prof. Dr. Stephan Bierling und Prof. Dr. Gerlinde Groitl. Im Wechsel diskutieren sie mit Expertinnen und Experten zentrale Herausforderungen für die Bundesrepublik und beleuchten die vielfältigen Verflechtungen deutscher Sicherheitspolitik sowie die häufig gegensätzlichen Interessen der innenpolitischen Akteure.

Gäste

Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl
ist Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Aus der Bundeswehr bringt er ein breites Erfahrungsspektrum in die BAKS ein. Dazu zählen mehrere Auslandseinsätze, zuletzt als Kommandeur in Afghanistan von 2017 bis 2018, verschiedene Funktionen im Bundesministerium der Verteidigung, darunter 2014 bis 2017 als Unterabteilungsleiter, sowie mehrere Verwendungen in internationalen Kommandobehörden der NATO.

Prof. Dr. Gerlinde Groitl
ist habilitierte Politikwissenschaftlerin und leitet das von ihr im Sommer 2025 neu gegründete ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, das sich auf praxisnahe Forschung und Beratung zu aktuellen geopolitischen Umbrüchen spezialisiert. Daneben lehrt sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die amerikanische, deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik, die transatlantischen Beziehungen sowie Großmachtkonkurrenz und Weltordnungsfragen. Zuletzt erschien ihr Buch "Russia, China and the Revisionist Assault on the Western Liberal International Order".

MSC Review & sicherheitspolitische Preview

Wie geht es weiter für Deutschland? – Fokus Sicherheitspolitik mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl und Generalmajor Wolf-Jürgen Stahl


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

25.02.2026 | 19:00 - 20:00

Veranstalter

Landesbüro Bayern


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