Freihandel mit Verantwortung – oder neue Hürden?

Freihandelsabkommen, Lieferkettengesetze und entwicklungspolitische Maßnahmen greifen zunehmend ineinander und prägen die Rahmenbedingungen für Wertschöpfung in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit. Mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, der geplanten EU-Richtlinie und neuen Nachhaltigkeitskapiteln in EU-Abkommen steigen die Anforderungen an Unternehmen und Regierungen gleichermaßen. Zugleich bleibt die Entwicklungszusammenarbeit zentral, um lokale Institutionen, Unternehmen und Zivilgesellschaft beim Aufbau tragfähiger Strukturen für Menschenrechte sowie Umwelt- und Klimaschutz zu unterstützen.

Folgende Fragen sollen mit den Experten diskutiert werden:

Wie greifen Handel, Sorgfaltspflichten und Entwicklungszusammenarbeit ineinander – und wo entstehen Spannungen? Wie lassen sich diese Instrumente so gestalten, dass sie sich gegenseitig stärken, statt zusätzliche Hürden zu schaffen?
Welche Chancen und Zielkonflikte ergeben sich dabei – etwa mit Blick auf Marktzugang, Compliance-Kosten und Reformanreize?
Und welche Impulse lassen sich daraus für eine kohärente, liberale Ordnungspolitik im globalen Handel ableiten?

Gäste

Dr. agr. Bettina Rudloff
ist promovierte Agrarökonomin. Sie forscht und berät derzeit an der Stiftung für Wissenschaft und Politik (SWP) zu Handels- und Agrarpolitik, Ernährungssicherheit und wirtschaftlicher Sicherheit. Als externe Autorin trug sie zum Gutachten des wissenschaftlichen Beirats des BMLE 2023 zu Sorgfaltspflichten in landwirtschaftliche Lieferketten bei sowie zu zahlreichen Gutachten für das EP zur Handelspolitik. An der SWP leitet sie den Themenschwerpunkt „Wirtschaftliche und technologische Transformationen“.

Prof. Dr. Clara Brandi
ist Abteilungsleiterin am German Institute of Development and Sustainability (IDOS) und Professorin für Internationale Wirtschaft / Entwicklungsökonomik an der Universität Bonn. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem in der internationalen Wirtschaft, Entwicklungs- und Umweltökonomie, politischer Ökonomie, nachhaltiger Transformation sowie in Fragen von internationalem Handel, Handelsabkommen, WTO, Handel und Umwelt.

Till Mansmann
ist ein wirtschafts- und handelspolitisch profilierter Politiker mit Erfahrung an der Schnittstelle von Regulierung, Compliance und internationaler Zusammenarbeit. In seiner Zeit im Bundestag widmete er sich diesen Themen insbesondere im Ausschuss für Arbeit und Soziales sowie für wirtschaftspolitische Zusammenarbeit und Entwicklung sowie in der parlamentarischen Arbeit zu entwicklungspolitischen Fragestellungen.

Freihandel mit Verantwortung – oder neue Hürden?

Lieferkettengesetze und Entwicklungszusammenarbeit im Spannungsfeld


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

29.04.2026 | 18:00 - 19:00

Veranstalter

Länderbüro Niedersachsen/Bremen


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