Nürnberger Sicherheitstagung 2026 - Teil 2
Die Nürnberger Sicherheitstagung ist eine Kooperationsveranstaltung des Deutschen BundeswehrVerbands, der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft e.V., der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., der Clausewitz-Gesellschaft e.V., des Reservistenverbands Landesgruppe Bayern, des Verlags Nürnberger Presse, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.
Als Russland am 24. Februar 2022 seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine zum Generalangriff auf das gesamte Land ausweitete, war das historisch und geopolitisch eine Zäsur. In Deutschland rief Bundeskanzler Olaf Scholz die Zeitenwende aus. Mit welchen fundamentalen Veränderungen und neuen Herausforderungen die Länder Europas nur wenige Jahre später konfrontiert sein sollten, war damals kaum abzusehen. Russlands hybrider Krieg gegen Europa wurde intensiviert, die reale Bedrohung durch die imperialistischen Ambitionen Putins immer greifbarer. Zugleich macht Donald Trump aus seinen Sympathien für den Herrscher im Kreml keinen Hehl, die USA fahren ihre Hilfen für die Ukraine zurück und lockern Sanktionen gegen Russland. Die neue US-Sicherheitsstrategie definiert die Länder Europas nicht mehr als Partner, sondern bestenfalls als Konkurrenten, Trumps Ambitionen auf Grönland erschütterten das transatlantische Verhältnis nachhaltig. Der Angriff der USA und Israels auf den Iran und dessen Schläge gegen seine Nachbarn sowie die Sperrung der Straße von Hormus destabilisieren nicht nur die Region, sondern haben Auswirkungen auf den Ölpreis und den Welthandel – mit weitreichenden und noch nicht zur Gänze absehbaren Konsequenzen. In China macht man sich zwar Sorgen um die Schifffahrtswege, verhält sich aber zurückhaltend und sucht im Windschatten der großen Krisen die eigenen Vorteile.
Der Abschied von der regelbasierten Weltordnung scheint vollzogen, der Weg zur Multipolarität unausweichlich. Können Deutschland, Europa und weitere Mittelmächte diesen Entwicklungen etwas entgegensetzen? Welche geopolitische Rolle müssen sie angesichts der tiefgreifenden Veränderungen einnehmen, um ihre Sicherheit sowie gemeinsame Interessen und Werte zu wahren? Auf der diesjährigen Nürnberger Sicherheitstagung werden Experten aus Wissenschaft und Politik, Diplomatie und der Bundeswehr diese Fragen diskutieren und aktuelle Brennpunkte der Weltpolitik beleuchten.
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Gäste
Mattia Nelles
ist politischer Analyst, Mitbegründer und Leiter des Deutsch-Ukrainischen Büros (DUB) in Düsseldorf. Vor Gründung des DUB war er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundestagsabgeordneten Robin Wagener mit Schwerpunkt Ukraine und Russland. Zuvor war er für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und für Projekte der kommunalen Entwicklung in der Ostukraine als Berater tätig. Bis Ende 2020 war er Programmdirektor des Ukraine-Programms am Zentrum Liberale Moderne. Dort war er verantwortlich für die Plattform „Ukraine Verstehen" und ein Beratungsprojekt mit dem Parlament der Ukraine. Mattia Nelles ist Mitglied des Aufsichtsrats des International Center for Ukrainian Victory Foundation sowie Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft.
Laura Tatarelyte
ist seit Januar 2025 Programmmanagerin für die Baltischen Staaten im Bereich Sicherheit und Verteidigung im Büro Vilnius der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit. Mit einem Hintergrund in EU-Politik und Kommunikation hat sie umfassende Erfahrung in der Konzeption und Leitung von Projekten, die sich auf europäische Angelegenheiten, die Stärkung der zivilen Resilienz und die Verteidigung der Demokratie konzentrieren. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Förderung der zivilgesellschaftlichen und politischen deutsch-litauischen sowie deutsch-baltischen Beziehungen im Bereich Sicherheit und Verteidigung. Laura Tatarelyte ist Alumna des Internationalen Parlaments-Stipendiums des Deutschen Bundestages und des Europäischen Seminars des Bundesministeriums der Verteidigung. Sie hat einen Masterabschluss in Rechtswissenschaften von der Universität Vilnius sowie einen LLM-Abschluss der Freien Universität Berlin.
Dr. Christoph von Marschall
schreibt seit 1991 für den Tagesspiegel, vor allem über Außen- und Sicherheitspolitik. In seinem Buch „Der schwarze Dienstag. Warum ein Krieg mit Russland droht und wie die Bundesregierung ihn verhindern kann“ (2025) analysiert er die Herausforderungen an die deutsche Politik durch Donald Trumps zweite Amtszeit, Wladimir Putins Angriffskriege und die vielfältigen Krisen der EU. Er wurde in Osteuropäischer Geschichte promoviert und hat unter vier Präsidenten (George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump, Joe Biden und erneut Trump) aus den USA berichtet.
Nürnberger Sicherheitstagung 2026 - Teil 2
Weltordnung im Stresstest: Umbruch in der Geopolitik! Neue (Un-)Sicherheit?
Veranstaltungsart
Livestream
Zeit25.04.2026 | 09:30 - 12:30
VeranstalterLandesbüro Bayern
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