Syrien nach Assad - Kein Frieden in Sicht?
Der Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 weckte bei vielen Syrerinnen und Syrern Hoffnungen auf Freiheit, Gerechtigkeit und einen Neuanfang. Mehr als ein Jahr später bleibt die Lage jedoch von Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Unsicherheit geprägt.
Insbesondere Minderheiten wie Alawiten und Drusen sind weiterhin von Angriffen, Entführungen, willkürlichen Festnahmen und sexualisierter Gewalt betroffen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Rolle Europa beim Schutz der Menschenrechte, beim Wiederaufbau und bei der Stärkung demokratischer Kräfte in Syrien übernehmen kann.
In einem Gespräch mit Mariam Claren und Jan-Christoph Oetjen MdEP wollen wir die Lage in Syrien nach dem Sturz des Regimes sachlich einordnen und darüber sprechen, welche Perspektiven für Frieden, Gerechtigkeit und Stabilität entstehen können. Zugleich sollen die Herausforderungen und Handlungsoptionen für Deutschland in diesem Zusammenhang diskutiert werden.
Gäste
Mariam Claren
ist Aktivistin bei der Menschenrechtsorganisation HÁWAR.help. Sie engagiert sich in Syrien für Menschenrechte, Aufklärung und Bildungsarbeit. Die Organisation unterstützt vor allem gefährdete Gruppen und setzt sich ein für Dialog, Schutz und Perspektiven in einem multiethnischen und multireligiösen Umfeld.
Jan-Christoph Oetjen MdEP
ist seit 2019 Mitglied des Europäischen Parlaments für die FDP und die Fraktion Renew Europe. Bei der Europawahl 2024 wurde er wiedergewählt und war 2024 zeitweise Vizepräsident des Parlaments. Zudem wirkte er an der Entschließung des Europäischen Parlaments zur Lage in Nordostsyrien mit, die den Schutz von Zivilisten, einen nachhaltigen Waffenstillstand und die Achtung der Rechte der Kurden betont.
Syrien nach Assad - Kein Frieden in Sicht?
Menschenrechte in Syrien und die Rolle Deutschlands und Europas
Veranstaltungsart
Webtalk
Zeit27.04.2026 | 18:00 - 19:00
VeranstalterLänderbüro Niedersachsen/Bremen
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