Fokus Sicherheitspolitik: Zwischen Innovation und Auszehrung?

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen der Universität Regensburg, des ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.

Russlands Krieg gegen die Ukraine verursacht auch für Moskau horrende Kosten. Trotzdem eskaliert der Kreml immer weiter. Die Ukraine behauptet sich trotz ihrer materiellen Unterlegenheit seit Beginn der Vollinvasion 2022 gegen Russland, obwohl viele ein schnelles Kriegsende erwartet hatten. Zuletzt führte der israelisch-amerikanische Krieg gegen den Iran vor Augen, dass materielle Überlegenheit ihre Grenzen hat. Derweil reagiert der Westen auf Billigdrohnen mit teuren Abfangraketen und muss seine oft schwerfällige, auf High-End-Produkte ausgelegte Rüstungsentwicklung und -beschaffung agiler machen. In diesem Fokus Sicherheitspolitik soll es um die Ökonomie des modernen Kriegs gehen. Wie kann man Fähigkeiten, Auszehrungsgrad und Durchhaltekraft von Kriegsparteien analysieren? Wie verändern die rapiden technischen Innovationszyklen das Kriegsgeschehen? Werden Kriege immer leichter zu führen, aber immer schwieriger zu gewinnen? Und was muss der Westen unter diesen Umständen tun? Darüber spricht Gerlinde Groitl mit Militärökonom Marcus Keupp. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Die Reihe Fokus Sicherheitspolitik nimmt jeden Monat aktuelle internationale Konflikte in den Blick und erörtert ihre Bedeutung für Deutschland und Europa. Militärstrategische Fragen wurden hierzulande lange Zeit öffentlich kaum diskutiert, erst im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich das geändert. Dabei beobachten die Länder der NATO, der EU und die übrigen Staaten Europas aufmerksam, wie sich Berlin positioniert. Fast alle wünschen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik. Gerade jetzt, während der größten globalen Herausforderungen der vergangenen drei Jahrzehnte, bedarf es einer klaren sicherheitspolitischen Vision des bevölkerungsreichsten und ökonomisch stärksten EU-Mitglieds. Unsere Gastgeber sind Prof. Dr. Stephan Bierling und Prof. Dr. Gerlinde Groitl. Im Wechsel diskutieren sie mit Expertinnen und Experten zentrale Herausforderungen für die Bundesrepublik und beleuchten die vielfältigen Verflechtungen deutscher Sicherheitspolitik sowie die häufig gegensätzlichen Interessen der innenpolitischen Akteure.

Gäste

Prof. Dr. Gerlinde Groitl
ist habilitierte Politikwissenschaftlerin und leitet das von ihr 2025 gegründete ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, das sich auf praxisnahe Forschung und Beratung zu aktuellen geopolitischen Umbrüchen spezialisiert. Daneben lehrt sie am Institut für Politikwissenschaft der Universität Regensburg. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören die amerikanische, deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik, die transatlantischen Beziehungen sowie Großmachtkonkurrenz und Weltordnungsfragen. Zuletzt erschien ihr Buch "Russia, China and the Revisionist Assault on the Western Liberal International Order".

PD Dr. Marcus Keupp
ist seit 2013 Privatdozent für Militärökonomie an der Militärakademie der ETH Zürich. Zuvor hat er an der Universität Mannheim und der Warwick Business School Betriebswirtschaftslehre studiert und wurde an der Universität St.Gallen promoviert und habilitiert. Für seine Leistungen in der akademischen Forschung erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Seine Forschung befasst sich insbesondere mit Fragen der Versorgungssicherheit (kritische Infrastruktur, Cybersecurity, moderner Wirtschaftskrieg), Herausforderungen internationaler Wirtschaftsbeziehungen (Distributions- und Transformationsprozesse internationalen Handels) sowie mit klassischen militärökonomischen Fragen.

Fokus Sicherheitspolitik: Zwischen Innovation und Auszehrung?

Russland, Iran und die Ökonomie des Krieges – mit Prof. Dr. Gerlinde Groitl und PD Dr. Marcus Keupp


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

21.10.2026 | 19:00 - 20:00

Veranstalter

Landesbüro Bayern


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