Fokus Sicherheitspolitik: Eskalation oder Waffenstillstand?
Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen der Universität Regensburg, des ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.
Die Lage im Ukrainekrieg ist unübersichtlich. Einerseits gelingt es Kyjiw, die Front gegen die Aggressoren zu halten und Drohnenschläge tief ins russische Territorium zu tragen. Andererseits setzt Moskau immer brutaler ballistische Raketen ein, die die Ukraine wegen des Mangels an Patriot-Systemen kaum mehr abwehren kann. Auch die innenpolitische Lage ist nach der Doppelentlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow und Armeechef Oleksandr Syrskyj angespannt. Wie ist die militärische Lage wirklich? Warum gibt es politische Verwerfungen in der ukrainischen Führung? Lässt die westliche Bereitschaft nach, Kyjiw in seinem Überlebenskampf weiter zu unterstützen? Und: Gibt es Aussicht auf einen Waffenstillstand? Diese und weitere Fragen diskutiert der Ukraine-Experte Mattia Nelles mit Prof. Dr. Stephan Bierling von der Universität Regensburg.
Die Reihe Fokus Sicherheitspolitik nimmt jeden Monat aktuelle internationale Konflikte in den Blick und erörtert ihre Bedeutung für Deutschland und Europa. Militärstrategische Fragen wurden hierzulande lange Zeit öffentlich kaum diskutiert, erst im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich das geändert. Dabei beobachten die Länder der NATO, der EU und die übrigen Staaten Europas aufmerksam, wie sich Berlin positioniert. Fast alle wünschen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik. Gerade jetzt, während der größten globalen Herausforderungen der vergangenen drei Jahrzehnte, bedarf es einer klaren sicherheitspolitischen Vision des bevölkerungsreichsten und ökonomisch stärksten EU-Mitglieds. Unsere Gastgeber sind Prof. Dr. Stephan Bierling und Prof. Dr. Gerlinde Groitl. Im Wechsel diskutieren sie mit Expertinnen und Experten zentrale Herausforderungen für die Bundesrepublik und beleuchten die vielfältigen Verflechtungen deutscher Sicherheitspolitik sowie die häufig gegensätzlichen Interessen der innenpolitischen Akteure.
Gäste
Mattia Nelles
ist politischer Analyst, Mitbegründer und Leiter des Deutsch-Ukrainischen Büros (DUB) in Düsseldorf. Vor Gründung des DUB war er wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bundestagsabgeordneten Robin Wagener mit Schwerpunkt Ukraine und Russland. Zuvor war er für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und für Projekte der kommunalen Entwicklung in der Ostukraine als Berater tätig. Bis Ende 2020 war er Programmdirektor des Ukraine-Programms am Zentrum Liberale Moderne. Dort war er verantwortlich für die Plattform „Ukraine Verstehen" und ein Beratungsprojekt mit dem Parlament der Ukraine. Mattia Nelles ist Mitglied des Aufsichtsrats des International Center for Ukrainian Victory Foundation sowie Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft.
Prof. Dr. Stephan Bierling
leitet die Internationale Politik an der Universität Regensburg. Er analysiert die globale Sicherheits- und Wirtschaftsordnung sowie die US-Innen- und Außenpolitik regelmäßig für TV, Radio und Presse und berät Politik und Unternehmen. Bierling hatte Gastprofessuren in den USA (3x), Israel, Südafrika und Australien inne. 2003 erhielt er den Preis für gute Lehre des Freistaats Bayern, 2013 wurde er in einem deutschlandweiten Wettbewerb zum "Professor des Jahres" gewählt. 2020 veröffentlichte er den Spiegel-Bestseller „America First. Donald Trump im Weißen Haus“ und zuletzt "Die Unvereinigten Staaten. Das politische System der USA und die Zukunft der Demokratie."
Fokus Sicherheitspolitik: Eskalation oder Waffenstillstand?
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine 55 Monate nach der Vollinvasion – mit Prof. Dr. Stephan Bierling und Mattia Nelles
Veranstaltungsart
Webtalk
Zeit16.09.2026 | 19:00 - 20:00
VeranstalterLandesbüro Bayern
Jetzt anmelden
Als nächstes