Dies ist eine Kooperationsveranstaltung der Professur für Internationale Politik und transatlantische Beziehungen der Universität Regensburg, des ISS Institut für Sicherheit und Strategie in München, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und der Thomas-Dehler-Stiftung.

Die Kriege der USA und Israels gegen den Iran vom Juni 2025 und Februar bis April 2026 haben nicht nur Auswirkungen auf die unmittelbaren Konfliktparteien. Vielmehr wird die Region und über die gekappten Öl- und Gasexporte die gesamte Welt in die Auseinandersetzung hineingezogen. Warum führen Washington und Jerusalem erstmals einen offenen Krieg gegen den Iran? Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer dieses Militärkonflikts? Wie positionieren sich die arabischen Staaten, die EU und Deutschland? Und: Gibt es Möglichkeiten, den Konflikt dauerhaft zu beenden?

Die Reihe Fokus Sicherheitspolitik nimmt jeden Monat aktuelle internationale Konflikte in den Blick und erörtert ihre Bedeutung für Deutschland und Europa. Militärstrategische Fragen wurden hierzulande lange Zeit öffentlich kaum diskutiert, erst im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat sich das geändert. Dabei beobachten die Länder der NATO, der EU und die übrigen Staaten Europas aufmerksam, wie sich Berlin positioniert. Fast alle wünschen eine stärkere Rolle der Bundesrepublik. Gerade jetzt, während der größten globalen Herausforderungen der vergangenen drei Jahrzehnte, bedarf es einer klaren sicherheitspolitischen Vision des bevölkerungsreichsten und ökonomisch stärksten EU-Mitglieds. Unsere Gastgeber sind Prof. Dr. Stephan Bierling und Prof. Dr. Gerlinde Groitl. Im Wechsel diskutieren sie mit Expertinnen und Experten zentrale Herausforderungen für die Bundesrepublik und beleuchten die vielfältigen Verflechtungen deutscher Sicherheitspolitik sowie die häufig gegensätzlichen Interessen der innenpolitischen Akteure.

Gäste

Richard C. Schneider
wurde 1957 in München als Kind ungarischer Holocaust-Überlebender geboren. Er studierte Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Von 2006 bis 2015 war er Studioleiter und Chefkorrespondent im ARD-Studio Tel Aviv und hatte 2016 bis 2017 dieselbe Position im ARD-Studio Rom inne. Bis 2023 war er Editor-at-Large beim Bayerischen Rundfunk. Aktuell berichtet er für den SPIEGEL und für die NZZ aus dem Nahen Osten. Schneider wurde mit zahlreichen Fernsehpreisen ausgezeichnet, darunter dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis. Im September erscheint sein neues, gemeinsam mit Shahrzad Osterer verfasstes Buch „Eskalation. Der Kampf im Nahen Osten und der Umbruch der Weltordnung.“

Prof. Dr. Stephan Bierling
leitet die Internationale Politik an der Universität Regensburg. Er analysiert die globale Sicherheits- und Wirtschaftsordnung sowie die US-Innen- und Außenpolitik regelmäßig für TV, Radio und Presse und berät Politik und Unternehmen. Bierling hatte Gastprofessuren in den USA (3x), Israel, Südafrika und Australien inne. 2003 erhielt er den Preis für gute Lehre des Freistaats Bayern, 2013 wurde er in einem deutschlandweiten Wettbewerb zum "Professor des Jahres" gewählt. 2020 veröffentlichte er den Spiegel-Bestseller „America First. Donald Trump im Weißen Haus“ und zuletzt "Die Unvereinigten Staaten. Das politische System der USA und die Zukunft der Demokratie."

Fokus Sicherheitspolitik: Der Irankrieg

Ursachen, Verlauf und Folgen für die Region und die Welt - mit Prof. Dr. Stephan Bierling und Richard C. Schneider


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

17.06.2026 | 19:00 - 20:00

Veranstalter

Landesbüro Bayern


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