Würdiges, selbstbestimmtes Sterben

Über die Veranstaltung

Medizinischer Fortschritt ermöglicht es, Menschen am Leben zu erhalten, auch wenn keine Heilung mehr möglich ist. Dabei wollen unheilbar kranke und unter großen Schmerzen leidende Menschen manchmal einfach nur sterben. Viele Menschen sterben unter Bedingungen, die sie selbst als unwürdig empfinden. Ausgerechnet in ihrer letzten Lebensphase fühlen sie sich oft im Stich gelassen. Im Februar 2020 hat das Bundesverfassungsgericht ein Anrecht auf selbstbestimmtes Sterben bestätigt. Das Urteil führte zu einer Diskussion unter Theologen, Ärzten und Juristen, in welcher Art Sterbehilfe praktiziert werden darf. Aber ein neues Regelwerk, wie dieses Recht umzusetzen ist, wurde mit dem Urteil nicht implementiert. Wer hilft am Lebensende? Bisher gibt es kaum Angebote in Deutschland. Patienten, die dennoch Sterbehilfe in Anspruch nehmen wollen, gehen dafür ins europäische Ausland – oder tun es im Stillen, hinter verschlossenen Türen.

2014 erkrankte Anne Schneider an einer aggressiven Form des Brustkrebses. Ihr Mann, Nikolaus Schneider, war zu der Zeit Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Beide positionierten sich damals unterschiedlich – und begründeten ihre Entscheidungen auch jeweils aus ihrem christlichen Glauben. Sie hatte damals den Wunsch, als noch unklar war, ob die Behandlung Erfolg haben würde: „Wenn nichts mehr hilft, will ich in die Schweiz fahren, um dort Sterbehilfe zu erfahren“. Er hätte sie in die Schweiz begleitet, aber lehnt eine gesetzlich geregelte Sterbehilfe ab. Bereits vor Anne Schneiders Erkrankung diskutierte das Ehepaar in der Öffentlichkeit, so z.B. beim Kirchentag in Hannover, über die Erfahrungen bzgl. des Krebstodes ihrer jüngsten Tochter Meike. Um seine Frau während der Erkrankung begleiten zu können, gab Nikolaus Schneider sein Amt als EKD-Vorsitzender auf.

Wir sprechen mit dem Ehepaar Anne und Nikolaus Schneider über ihre sehr persönlichen Erfahrungen und Entscheidungen, sowie mit der Bundesjustizministerin a.D. Sabine Leutheusser-Schnarrenberger über eine liberale Sichtweise zum Thema Sterbehilfe.

Mit Sabine Leutheusser- Schnarrenberger, Anne und Nikolaus Schneider und Meinhard Schmidt-Degenhard .

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