Über die Veranstaltung

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und der Entwicklungsminister Gerd Müller wollen ein Sorgfaltspflichtengesetz in Deutschland, unterstützt werden sie u.a. von zahlreichen Nichtregierungsorganisationen. Dagegen wehren sich die deutschen Wirtschaftsverbände. Gleichzeitig will Deutschland eine Vorreiterrolle für eine europäische Lösung während der Ratspräsidentschaft übernehmen. Weltweit häufen sich die Initiativen, die mehr Verantwortung von Unternehmen zur menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht entlang von Wertschöpfungs- und Lieferketten fordern. Deutsche Unternehmen brauchen dringend Rechts- und Handlungssicherheit.

Eine deutschlandweite Unternehmensbefragung des Nationalen Aktionsplans zur Umsetzung der UN Guiding Principles on Business and Human Rights (NAP) hat ergeben, dass menschenrechtliche Sorgfaltspflicht noch nicht als Managementprozess in deutschen Unternehmen etabliert ist. In den USA haben zuletzt 181 CEOs großer Unternehmen einen Wandel von „Shareholder-Value“ zu mehr gesellschaftlicher Verantwortung gefordert. Auf den Finanzmärkten sind nachhaltige und grüne Fonds und Anleihen die Renner. Im Zuge der Corona-Krise stellt sich die Frage nach zukunftsträchtigen Wirtschaftsmodellen von Morgen mehr denn je.
Wie wird sich der Rahmen für unternehmerische Verantwortung weiterentwickeln? Welchen Beitrag können Unternehmen am Wandel für eine verantwortungsvolle Welt leisten? Welche erfolgreichen Beispiele gibt es in Baden-Württemberg? Wie kann unternehmerische Verantwortung vor dem Hintergrund von Gewinnwarnungen und wirtschaftlichem Erfolgsdruck gewahrt werden? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf unternehmerische Verantwortung? Diskutieren Sie diese und weitere Fragen mit dem Menschenrechts- und Unternehmensberater Markus Löning, dem Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Heidt MdB und dem Nachhaltigkeitsmanager Axel Bitzer.

Mehr auf +Freiheit