Wie liberal, wie politisch sind Religionen?

Mit der Religion und der Demokratie ist das so eine Sache: Wie freiheitsliebend oder auch wie autoritär gebärden sich Religionen, vor allem aber religiös geprägte und entsprechend institutionell gebundene Gläubige? Der Blick in die politische Wirkgeschichte der christlichen Kirchen zeugt nicht unbedingt nur von Freiheitsliebe und demokratischem Enthusiasmus. Andererseits haben sich gerade die beiden großen Kirchen hierzulande als gewichtige Stimmen im Gespräch der Gesellschaft nachhaltig für Demokratie und die Werte unserer Verfassung eingesetzt, haben sie mitgeprägt. Hat der demokratische Rechtsstaat es also verstanden, die Religionen mit ihren durchaus archaischen Wurzeln zu „zähmen“ und einzuhegen?

Entgegen aller vorschnellen Säkularisierungsthesen werden Religionen in der Moderne nicht verschwinden, auch nicht in der Bundesrepublik. Religionen und deren Institutionen werden ihre Gestalt, sicher auch ihre finanziellen und damit verbunden ihre politischen Einflussmöglichkeiten neu definieren müssen. Die entscheidende Frage wird sein, „was die Religionen für die Zukunft der politischen Freiheit bedeuten“, analysiert der Soziologe Hans Joas.

Hinzu kommt, dass die Bundesrepublik als Migrationsland mit einer zunehmend auch selbstbewussteren „neuen“ Religion konfrontiert ist, dem Islam. Wie kompatibel sind historisch-politische Traditionen im Islam und aktuelle politische Ansprüche manch muslimischer Verbände mit dem säkularen Wertekonsens in der Bundesrepublik? Scharia oder Grundgesetz, so formulieren es Populisten gerne. Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide hält dagegen, dass „der Islam einen Beitrag zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung leisten kann.“

Was werden die Religionen in Deutschland für die Zukunft der Demokratie beisteuern können? Gibt es gar etwas Eigenes, quasi einen USP, den Religion(en) in das demokratische Gespräch der Gesellschaft einbringen können?

Wie liberal, wie politisch sind Religionen?

Nachdenken über die Zukunft der Demokratie


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

18.01.2022 | 18:00 - 19:15

Veranstalter

Landesbüro Nordrhein-Westfalen

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