Religiöse Vielfalt in der Bundeswehr

Mit dem Sommer diesen Jahres wird es nach über 100 Jahren wieder einen Militärrabbiner in einer deutschen Armee geben. Bereits im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und auch im Ersten Weltkrieg wurden jüdische Soldaten von ihren Seelsorgern begleitet. Ein Staatsvertrag aus dem Jahre 2019 mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland macht es nun möglich, an diese alte Tradition anzuknüpfen: „Das Wirken der Rabbiner wird für die Bundeswehrsoldaten eine Bereicherung sein. Die Amtseinführung des Militärbundesrabbiners ist ein historischer Tag für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland,“ erklärte in diesen Tagen Josef Schuster als Vorsitzender des Zentralrats der Juden. Nur leider weiß niemand, wie viele Soldat*innen jüdischen Glaubens überhaupt in der Bundeswehr ihren Dienst versehen. Vorsichtige Schätzungen gehen von einem Dutzend aus, bestenfalls werden es 40 oder 50 sein.

Anders schaut es aus bei den Soldat-innen muslimischen Glaubens: 5.000 – 6.000 von ihnen dienen in der Bundeswehr, doch gibt es bis heute keine Imame, die für deren seelsorgliche Betreuung, erst recht bei Kampfeinsätzen, zuständig sind. Die Einrichtung von Militärimamen scheiterte bisher daran, dass es in der muslimischen Community keine dem Judentum bzw. den christlichen Kirchen vergleichbare Strukturen und Ansprechpartner gibt.

Wo und wann sind Militärseelsorger in der Truppe gefragt? Welche Aufgaben kommen ihnen zu, welche Rolle spielen sie auch, wenn es um Ethik und innere Führung in der Truppe geht? Wie kann das Verteidigungsministerium der neuen religiösen Vielfalt in unserer Gesellschaft und damit auch in der Bundeswehr gerecht werden?

Darüber diskutieren in diesem Webtalk der jüngst ernannte Militärbundesrabbiner Zsolt Balla, die muslimische Soldatin Hülya Süzen und der langjährige protestantische Militärseelsorger und heutige Bundestagsabgeordnete der Freien Demokraten Pascal Kober.

Religiöse Vielfalt in der Bundeswehr

Juden und Muslime im Einsatz für Deutschland


Veranstaltungsart

Webtalk

Zeit

27.07.2021 | 20:00 - 21:15

Veranstalter

Landesbüro Nordrhein-Westfalen


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