Konflikt im Kaukasus. Wie gefährlich ist der Krieg um Bergkarabach?

Über die Veranstaltung

In Bergkarabach eskaliert der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Warum gerade jetzt – und wer steckt hinter dem Krieg im Kaukasus? Vor 30 Jahren, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, hatten armenische Separatisten 1991 in der Region Bergkarabach, einer vornehmlich armenisch besiedelten Region, die Unabhängigkeit ausgerufen. Der darauffolgende Krieg mit Aserbaidschan dauerte bis 1994 an und kostete über 30.000 Menschen das Leben.

Die Region Bergkarabach ist Völkerrechtlich nicht anerkannt, und ist somit ein Teil Aserbaidschans. In der Praxis deklarieren Armenier dieses Land für sich. In den 90er Jahren gab es mehrfach Zusammenstöße an der Front von Bergkarabach. Seit Ende September nun werfen sich Armenien und Aserbaidschan gegenseitig vor, neue Gefechte provoziert zu haben. Der Krieg breitet sich mittlerweile auch auf Gebiete außerhalb der umkämpften Enklave aus, und kostete bereits jetzt hunderte Menschenleben. Die jüngst vereinbarte Waffenruhe ist brüchig. Außerdem wird ein regionales Machtpokern im Kaukasus erkennbar. Als traditionelle Ordnungsmacht strebt Russland einen Ausgleich unter Führung des Kremls an. Die politische und militärische Unterstützung der Türkei für Aserbaidschan hat das Gleichgewicht in der Region verändert. Wie wird sich der Konflikt um Bergkarabach entwickeln?

Über das Thema diskutieren die Bundestagsabgeordnete und Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, Renata Alt; die frühere Außenministerin Georgiens, Dr. Maia Panjikidze und der Leiter des Büros Südkaukasus der Friedrich-Naumann-Stiftung, Peter-Andreas Bochmann unter Moderation des Auslandskorrespondenten Bernd Niebrügge. Diskutieren sie mit und stellen Sie Ihre Fragen.

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