Hat es sich ausgespielt? Stresstest für Kunst und Kultur

Über die Veranstaltung

Viele von uns realisieren den verordneten Verzicht auf Kunst- und Kulturangebote, die zu unserem bürgerlichen Leben gehören, unmittelbar. Gerade jetzt spüren wir, wie sehr Kunst und Kultur Bestandteile unseres freien und selbstbestimmten Lebens sind. Der Kulturentzug aus der Perspektive von uns Kultur-Nehmenden ist jedoch nur eine wichtige Momentaufnahme. Je länger die Einschränkungen und deren Folgen dauern, umso mehr tritt zu Tage, welch wichtiger Teil die freiberuflichen Kultur- und Kreativschaffenden für die Wirtschaft, Bildung und Demokratie in unserer Gesellschaft sind. Während andere Bereiche des täglichen Lebens einen großen Schritt in Richtung Normalität gehen, stellt sich der Prozess im Kulturbereich kompliziert dar.

Vielen Soloselbstständigen wurde ab März diesen Jahres über Nacht ihr Schaffen und damit die grundlegende Existenz für sich und ihre Familien genommen. Bereits eingeleitete Maßnahmen treffen bisher nicht den Kern der Herausforderungen, um die fehlenden Erwerbsmöglichkeiten nur annähernd aufzufangen. Soloselbständige Künstlerinnen und Künstler machen aktuell ebenso wie freischaffende Bühnenbauer, Licht- und Tontechniker, Messebauer und Eventmanager, in vielfältiger Weise mit Demonstrationen auf die sehr angespannte Situation aufmerksam. Dabei tritt erneut zutage, dass die Freiberufler der Kultur- und Kreativwirtschaft in unserer Gesellschaft in vielerlei Hinsicht einerseits willkommene Standortfaktoren sind, andererseits mit ihren überlebenswichtigen Interessen in Politik und Gesellschaft nicht mit der wohl verdienten Wertschätzung abgebildet werden.

Auf der Suche nach Antworten auf die aktuellen Herausforderungen und nachhaltigen Lösungsansätzen für die Kultur- und Kreativwirtschaft diskutieren wir mit Expertinnen, Politikern und Künstlern über einen Neustart mit Zukunft.

Mehr auf +Freiheit