In Gedenken an Burkhard Hirsch – Eine Ikone des liberalen Rechtsstaats

Über die Veranstaltung

Burkhard Hirsch (1930-2020), der Mitte März starb und Ende Mai neunzig Jahre alt geworden wäre, hat das bürgerrechtliche Gewissen der Bundesrepublik maßgeblich mitgeprägt. Er besaß zeitlebens einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, ein markantes Rechtsstaatsgefühl und ein tief verankertes liberales und soziales Gewissen. Er war geprägt durch die Erfahrungen eines Weltkriegs und zweier Diktaturen auf deutschem Boden. Deshalb war es ihm ein grundlegendes Bedürfnis, für Demokratie, Bürgerrechte und Rechtsstaat einzutreten. Mit Konsequenz und der ihm eigenen Hartnäckigkeit hat er in allen Funktionen in Staat, Partei und Gesellschaft für diese Ideale gestritten. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Erfahrungen wurde Hirsch insbesondere nach dem Ende seiner aktiven politischen Karriere zu einem wichtigen Gesicht der Bürgerrechtsbewegung in der Bundesrepublik. Durch sein Engagement für die Bürgerrechte und seine gezielten Verfassungsklagen hatte er großen Anteil an der hohen gesellschaftlichen Akzeptanz des Bundesverfassungsgerichts. Er hat den Bürgerinnen und Bürgern begreifbar gemacht, was ein gelebter werteorientierter Rechtsstaat ist und welche Mittel jeder in der Hand hält, sich gegen die Beschneidung seiner Freiheit zu wehren. Wir laden Sie ein, einem engagierten, liberalen Bürgerrechtler zu gedenken.

©picture alliance / Sven Simon

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