Digital & Direkt – Corona und die Freiheit

Über die Veranstaltung

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stellen sich viele Fragen, die unsere Gesundheit betreffen. Darüber hinaus treten jedoch auch Fragen auf, die unser gemeinsames freiheitliches Gesellschaftsmodell betreffen. In komplizierten Zeiten gibt es keine einfachen Antworten, zu komplex sind die Herausforderungen, vor denen die Politik steht. Die verantwortungsvolle Abwägung der Güter Gesundheitsschutz für besonders gefährdete Personengruppen gegenüber denen der individuellen und wirtschaftlichen Freiheit könnte zu Sternstunden für Politiker werden, oder auch für eine mündige Bürgergesellschaft. Sie könnten aber auch eine Gesellschaft in tiefe Verunsicherung stürzen und Populisten ein Betätigungsfeld eröffnen, von dem sie nicht zu träumen wagten.

In diesem Spannungsfeld beschloss die deutsche Politik die vorübergehende Einschränkung der individuellen Freiheitsrechte, die flächendeckende Schließung von Läden, Gastronomie, Kultur- und Bildungseinrichtungen bis hin zu Besuchsverboten in Altenheimen und Krankenhäusern. Begründet wurden diese Schritte zum Teil mit Georg Wilhelm Friedrich Hegels Zitat von „der Einsicht in die Notwendigkeit“. Was aber, wenn die Einsicht verloren geht, eine Not zu wenden? Der zu Beginn der Krise spürbare Konsens in breiten Schichten der Gesellschaft wich einer lauter werdenden Kritik an der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Handelt es sich wirklich nur um das paradoxe Infragestellen der Mittel, die eine Katastrophe abwendeten, weil die Katastrophe ja nun gar nicht eintrat? Über diese und weitere Fragen sprechen wir mit der Thüringer Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition Antje Tillmann MdB und dem renommierten Journalisten Jan Fleischhauer, der das Regierungshandeln kritisch begleitet hat.

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