America Decides – Die Vorwahlen in den USA

Über die Veranstaltung

In der wöchentlichen Web Talk-Reihe "America Decides 2020" werden Dr. Philipp Adorf und Dr. Patrick Host von der Universität Bonn gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (FNF) unterschiedliche ExpertInnen rund um das Thema "US-Wahl 2020" begrüßen. Innerhalb der Reihe besprechen wir die Rolle der Parteikonvente, den Einfluss von Medien, Geld, Covid-19 und Wahlprognosen, die Kongress-, Gouverneurs- und einzelstaatlichen Wahlen sowie die beiden Kandidaten.

Beim Auftakt diskutieren wir über die aktuelle Rolle von Vorwahlen mit Claus Gramckow, dem Leiter des Regionalbüros Transatlantischer Dialog der FNF in Washington, D.C., der zudem über die aktuelle politische Lage aus den USA berichten wird. Im Nominierungsverfahren der Demokraten zur Auswahl ihres Präsidentschaftskandidaten traten 2019/20 mehr als zwei Dutzend ernsthafte BewerberInnen an. Bei den Republikanern waren es vor vier Jahren 17 gewesen. Die Demokraten veranstalteten zwischen Juni 2019 und März 2020 elf TV-Debatten, an denen teilweise – verteilt auf zwei Abende – 20 BewerberInnen teilnahmen. Als die Mitgliederversammlungen in Iowa und die Vorwahlen in New Hampshire begannen, sah es zunächst so aus, als ob mit Bernie Sanders ein "demokratischer Sozialist" dem Favoriten des Parteiestablishments den Rang ablaufen würde – so wie es 2016 Außenseiter Donald Trump bei den Republikanern vorgemacht hatte. Nur in einem Schulterschluss des moderaten Flügels der Partei gelang die Durchsetzung Joe Bidens. Auf Republikanischer Seite konnte Präsident Trump in Kooperation mit der Parteiführung die Kandidaturen innerparteilicher Kontrahenten im Keim ersticken. Erfüllen die Vorwahlen noch die Funktion der KandidatInnenauslese für die Parteien? Oder stehen andere Zwecke für Parteien, KandidatInnen und Medien im Vordergrund?

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